Le vin et le vent

Die Lichter des Raumes erhellten die Tanzfläche. Mein Blick schweifte über die vielen Gesichter, die sich zu der Musik bewegten, doch an sich hatte ich nur ein Auge auf einen geworfen. Der, der mir schon eine Woche zuvor aufgefallen war, der auf Anhieb so nett zu mir gewesen war und mit mir scherzte. Den ganzen Tag schaute er mich mit seltsamen Blicken an. An diesem Abend war es nicht anders. Ich hatte es bemerkt, wollte mir aber nichts anmerken lassen. Sein Verhalten war seltsam. Es wirkte, als würde er mir näher kommen wollen, aber er tat nichts. Nun, dann suchte ich mir also eine andere Ablenkung . Ich lernte den Mann neben mir kennen. Er war lustig, er war nett. Wir verstanden uns super, wir tanzten zusammen, wir tranken zusammen. Alles war toll. Doch die Blicke des anderen lagen immer noch auf mir. Es fühlte sich zumindest so an. Vielleicht bildete ich es mir auch nur ein. Tat ich das? Ich schaute zu ihm. Sein Blick traf meinen. Nein. Schon wieder sah er her. Den ganzen Abend war kein Mädchen neben ihm gewesen. Er wimmelte sogar alle von sich ab. Als würde er kein Interesse haben.
Kurz nach meiner neuen Bekanntschaft tauchte aber diese schöne Brünette neben ihm auf. Nun amüsierten sie sich miteinander, sie tanzten miteinander, dann hielten sie Händchen.
Ich verließ die Tanzfläche mit dem Mann. Es war zu warm. Dann standen wir draußen, sprachen über spannende Themen, sogar mit Alkohol intus. Irgendwann verlor ich ihn in der Menschenmasse, die nach draußen stürmte. Dann stand ich alleine da. Mein Blick schweifte nach innen. Ich sah den anderen durch das Fenster wieder. Er war mit ihr nun eng verschlungen, sie küssten sich. Ich kann das Gefühl nicht beschreiben, dass ich in dem Moment empfunden hatte. Es war aber wie ein kleiner Stich in die Magengrube. Ich beschloss die Party zu verlassen. Es war 2 Uhr. Ich ging schlafen.

 

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