Dieser eine Kuss, mitten im Club.

Als sie den Club betrat, war das erste, was ihr auffiel, der Geruch von Alkohol in der Luft. Danach die vielen Menschen, die lachend und angetrunken um sie herum wirbelten. Grüne, blaue, rote Lichter tanzten durch den dunklen Raum. Ihr Blick schweifte von Person zu Person. Bekannte Gesichte, unbekannte Gesichter, und mittendrin stand er. Er hatte sie bereits gefunden, er hatte sie bereits fixiert. Auch sie erkannte ihn endlich in der Menge, ging schnurstracks auf ihn zu, bis sie sich mitten im Club trafen. Sie blickte zu ihm hinauf. Er lächelte. Alle anderen um sie herum waren auf einmal zur Nebensache geworden. Sie hatte nur noch Augen für ihn. Sie war unbeeindruckt von den anderen. Sie ignorierte die Blicke derjeniger, denen sie ein Dorn im Auge war. Nur er zählte.

Mit dem nächsten Wimpernschlag und einem Schritt nach vorne befand sie sich schon in seinen Armen. Sein unwiderstehlicher Geruch lag ihr in der Nase. Sie spürte seine Hände auf ihrer Hüfte, spürte, wie er sie an sich drückte. Kurz rückte sie von ihm ab. Nicht viel. Er hielt sie weiterhin fest. Sie blickte ihm in seine schönen blaugrünen Augen. Er lächelte. Er sah so unwiderstehlich aus. Dann näherte sie sich ihm wieder und küsste ihn. Seine Lippen waren ganz weich. Seine Küsse zärtlich und zurückgenommen. Sie spürte seine Bartstoppel auf ihrer Haut kitzeln. Sie spürte seine Arme, die sich fest um sie schlangen, sie an seinen Oberkörper drückten. In diesem Moment vergaß sie alles um sich herum und fühlte sich wohler als jemals zuvor.

Wie gerne hätte sie noch eine Weile so verbracht, ihn geküsst, ihn umarmt, wie gerne wäre sie bei ihm geblieben. Doch die Stimme ihrer Freundin riss sie aus dieser Traumwelt heraus. Sie musste gehen. Einen letzten Kuss gab sie ihm noch zum Abschied. Einen letzten, bevor sie den Club verließ. Ohne ihn…

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Veröffentlicht von

Iris

2013 entschied ich meine Heimat in Bayern zu verlassen, um in Sachsen-Anhalt zu studieren. Drei Jahre später zog es mich dort fort, nach Frankreich. Jetzt, einige Monate später, bin ich zurück in Deutschland und plane bereits meine zukünftigen Wohnorte. Ich liebe es zu schreiben. Kleine Geschichten, lange Romane. Meistens sind sie ausgedacht, nie so geschehen, nur Teil meiner Fantasie. Aber ich liebe es mit dem Gedanken des Was-Wäre-Wenn zu spielen. Da die Texte wahrscheinlich dann eh nur in den letzten Ecken meines PCs verschwinden würden, möchte ich sie hier veröffentlichen. Ich will ihnen einen Platz geben, wo sie sich präsentieren können und gelobt sowie kritisiert werden. Ich möchte mich als Schriftstellerin weiterentwickeln. Das geht nur mit ernsthafter Kritik. Begleitet mich auf meiner Reise zwischen Realität und Fantasie, zwischen Wahrheit und Fiktion.

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